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Nassfutter für Hunde - gesund oder nur praktisch?

Aktualisiert: 7. Juni

Ist Nassfutter gesund für Hunde? Grundsätzlich ja. Allerdings unterscheiden sich die einzelnen Produkte erheblich in ihrer Qualität. In diesem Artikel erfährst du, worauf du bei Zutaten, Deklaration, Zusatzstoffen und der Zusammensetzung von Nassfutter achten solltest.


Hund vor Futternapf mit Nassfutter
Nassfutter - was wirklich im Napf zählt.

Nassfutter gehört für viele Hunde ganz selbstverständlich zum Alltag. Dose auf, Futter in den Napf, Hund glücklich.


Während Trockenfutter bei manchen Hunden eher ein höfliches Schulterzucken auslöst, sorgt Nassfutter oft für deutlich mehr Begeisterung. Verständlich, denn es riecht intensiver, enthält deutlich mehr Feuchtigkeit und sieht auch schlicht attraktiver aus.


So und damit könnte dieser Artikel eigentlich schon zu Ende sein, wenn da nicht diese kleine Sache wäre: Es kommt nämlich nicht nur darauf an, ob dein Hund frisst, sondern auch was er frisst. Und genau hier beginnt das Problem. Viele Menschen möchten ihren Hund bestmöglich ernähren. Sie kaufen ein Futter, das hochwertig aussieht, einen hohen Fleischanteil verspricht und auf der Verpackung mit Begriffen wie "natürlich" oder "artgerecht" wirbt. Klingt doch erstmal gar nicht so schlecht, oder?


In der Praxis zeigt sich allerdings immer wieder etwas anderes. Ich erlebe regelmäßig Hunde, die vermeintlich hochwertiges Nassfutter bekommen und trotzdem unter Verdauungsproblemen, Juckreiz, stumpfem Fell oder Übergewicht leiden. Manche Hunde wirken dauerhaft gestresst, schlafen schlecht oder reagieren auf Umweltreize deutlich schneller, als sie eigentlich müssten. Dabei ist mir eines besonders wichtig: Nicht jedes Symptom ist automatisch ein Fütterungsproblem. Verdauungsbeschwerden, Juckreiz oder Hautprobleme können viele Ursachen haben. Auch ein dauerhaft erhöhtes Stresslevel kann sich auf die Verdauung, das Immunsystem und die Hautgesundheit auswirken. Deshalb lohnt es sich immer, den Hund als Ganzes zu betrachten, statt vorschnell einzelne Symptome einer bestimmten Ursache zuzuschreiben.


Und genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick in den Napf.


Die Vorteile von Nassfutter

Versteh mich bitte nicht falsch: Nassfutter ist nicht automatisch schlecht, sonst hätte ich diesen Artikel bereits nach dem ersten Absatz beenden können.


Nassfutter hat durchaus seine Vorteile und in manchen Situationen sogar klare Stärken. Der offensichtlichste Vorteil ist die Akzeptanz. Viele Hunde lieben Nassfutter. Gerade mäkelige Hunde, Senioren oder Hunde mit Zahnproblemen nehmen es oft deutlich lieber an als Trockenfutter. Und wenn man schon einmal einen Hund hatte, der sein Futter mit der Begeisterung betrachtet hat, mit der die meisten Menschen einen Brief über eine Steuernachzahlung öffnen, weiß man diesen Punkt durchaus zu schätzen.


Ein weiterer Vorteil ist der hohe Feuchtigkeitsgehalt. Nassfutter besteht zu 70 - 80 % aus Wasser oder Brühe und unterstützt dadurch die Flüssigkeitsaufnahme. Besonders Hunde, die wenig trinken, können davon profitieren. Im Vergleich zu vielen Trockenfuttern enthält Nassfutter außerdem häufig mehr tierische Bestandteile und wirkt dadurch auf den ersten Blick näher an der natürlichen Ernährung des Hundes.


Auch im Alltag ist Nassfutter praktisch. Dose auf, portionieren, fertig. Medikamente lassen sich darin auch problemlos verstecken und viele Hunde nehmen sie deutlich besser auf.


All das sind gute Gründe, warum Nassfutter für viele Hundehalter eine beliebte Wahl ist. Die entscheidende Frage ist jedoch nicht, ob Nassfutter gut oder schlecht ist. Die spannendere Frage ist: Welches Nassfutter landet eigentlich im Napf?


Wo das Problem häufig beginnt

Das Schwierige beim Nassfutter ist nicht das Nassfutter selbst, es sind häufig die

Zutatenliste eines Nassfutters für Hunde

Zutaten, die Verarbeitung und die Art, wie Produkte vermarktet werden.


Schaut man etwas genauer hin, wird es schnell weniger romantisch. Viele Produkte enthalten synthetische beziehungsweise isolierte Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Bindemittel oder künstliche Aromen. Sie machen das Futter haltbar, sorgen für eine angenehme Konsistenz oder verbessern den Geruch. Mit einer möglichst natürlichen Ernährung haben die meisten Nassfutter allerdings wenig zu tun.


Dann wäre da noch die Deklaration. Mein persönlicher Favorit: "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse".


Das klingt erstmal wichtig und offiziell, doch leider verrät es ungefähr so viel wie die Aussage: "Da ist irgendwas Essbares drin."


Was genau verarbeitet wurde, bleibt häufig offen. Hochwertiges Muskelfleisch? Möglich. Große Mengen Bindegewebe oder andere Bestandteile? Ebenfalls möglich. Für Hundehalter ist das wenig hilfreich. Schließlich möchtest du wissen, was du deinem Hund fütterst und nicht jeden Abend ein kleines Überraschungspaket öffnen.


Wenn die Verdauung leidet

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Zusammensetzung vieler Nassfutter. Häufig finden sich größere Mengen Kohlenhydrate sowie hohe Anteile an Innereien und Bindegewebe im Futter. Das macht die Herstellung günstiger, sorgt aber nicht unbedingt für eine bessere Verwertung.


Die Folge sind nicht selten weicher Kot, Durchfall oder sehr große Kotmengen. Was dabei oft übersehen wird: Manche Hersteller setzen mineralische Erden oder andere bindende Stoffe ein, um den Kot wieder fester erscheinen zu lassen. Das Problem wird dadurch allerdings nicht gelöst. Der Kot sieht vielleicht besser aus, die eigentliche Ursache bleibt jedoch bestehen.


Ein weiterer Hinweis darauf, dass ein Futter nicht optimal verwertet wird, liegt häufig auf dem Spazierweg, im wahrsten Sinne des Wortes. Große Kotmengen, mehrere Haufen auf einer Runde und ein Geruch, der selbst erfahrene Hundebesitzer kurz innehalten lässt, sind oft kein Zeichen für besonders hochwertiges Futter. Häufig zeigen sie vielmehr, dass der Körper einen Teil der Inhaltsstoffe nicht sinnvoll verwerten kann.


Was die Verarbeitung mit dem Futter macht

Nassfutter wird erhitzt, um es haltbar zu machen. Das ist grundsätzlich notwendig, dabei verändern sich jedoch viele natürliche Nährstoffe. Eiweiße verändern ihre Struktur, hitzeempfindliche Vitamine gehen verloren und Enzyme werden zerstört.


Man spricht hier von denaturierten Futterkomponenten. Was verloren geht, wird anschließend oft durch synthetische Vitamine und Mineralstoffe ersetzt. Das erklärt auch, warum viele Futtersorten eine lange Liste sogenannter ernährungsphysiologischer Zusatzstoffe enthalten. Je länger diese Liste ist, desto genauer lohnt sich meist ein Blick auf die Zusammensetzung.


Ernährung beeinflusst mehr als nur den Körper

Wenn über Ernährung gesprochen wird, denken die meisten Menschen zuerst an Verdauung, Fell oder Gewicht. Dabei wird häufig vergessen, dass Ernährung auch Einfluss auf Verhalten haben kann.


Viele Nassfutter liefern zwar schnell verfügbare Energie, aber häufig zu wenig langanhaltende und stabile Energie. Der Blutzuckerspiegel steigt an und fällt anschließend wieder ab.


Natürlich ist nicht jedes Verhaltensproblem automatisch ein Fütterungsproblem. Verhaltensprobleme müssen immer ganzheitlich, also in allen Bereichen, die das Leben des Hundes beeinflussen, betrachtet werden. Trotzdem sehe ich immer wieder Hunde, die schneller gereizt wirken, schlechter mit schwierigen Situationen umgehen können oder dauerhaft unter Strom stehen. Manche Hunde reagieren impulsiver auf Umweltreize, bellen schneller oder kommen schlechter zur Ruhe.


Was im Napf landet, beeinflusst eben nicht nur den Körper, sondern häufig auch das Verhalten, die Reizverarbeitung und das allgemeine Wohlbefinden. Verhalten entsteht im gesamten System. Und dazu gehört die Ernährung genauso wie Schlaf, Gesundheit, Erfahrungen und die Lebensumstände des Hundes.


Woran du gutes Nassfutter erkennst

Ein hochwertiges Nassfutter orientiert sich möglichst nah an der natürlichen Ernährung des Hundes. Die Zutaten sind klar deklariert, die Zusammensetzung ist nachvollziehbar und der Anteil an hochwertigem Muskelfleisch steht im Vordergrund.


Außerdem kommt ein gutes Nassfutter mit möglichst wenigen künstlichen Zusatzstoffen aus. Die Zutatenliste sollte verständlich sein. Wenn du beim Lesen das Gefühl hast, zuerst ein Chemielexikon zu benötigen, lohnt sich meist ein zweiter Blick.


Praxisbeispiel: Natürliches Nassfutter richtig einordnen

Mittlerweile gibt es erfreulicherweise immer mehr Nassfutter, die deutlich naturbelassener aufgebaut sind als klassische Supermarktprodukte. Typischerweise enthalten solche Futtersorten klar deklarierte Fleischbestandteile, ergänzt durch Gemüse, Obst und hochwertige Öle.


Das ist grundsätzlich eine positive Entwicklung. Die Zutaten sind nachvollziehbar, die Deklaration ist offen und auf künstliche Farb- oder Aromastoffe wird verzichtet. Trotzdem lohnt sich auch hier ein genauer Blick, denn entscheidend ist nicht nur, welche Zutaten enthalten sind. Wichtig ist auch das Verhältnis von Muskelfleisch zu Innereien, die tatsächliche Nährstoffversorgung und die Frage, ob das Futter wirklich zum individuellen Hund passt.


Ein natürlich wirkendes Nassfutter kann also eine hervorragende Basis sein. Es ist aber nicht automatisch für jeden Hund optimal. Nicht die Marke entscheidet, sondern das Verständnis für die Zusammensetzung.


Ist natürliches Nassfutter automatisch bedarfsdeckend?

Vielleicht fragst du dich jetzt: "Wenn ich ein hochwertiges und natürliches Nassfutter füttere, ist mein Hund dann automatisch optimal versorgt?"


Die ehrliche Antwort lautet: Nicht unbedingt.


Jeder Hund ist anders. Alter, Aktivität, Gesundheitszustand, Stoffwechsel und individuelle Besonderheiten spielen eine wichtige Rolle. Ein Futter kann sehr hochwertig sein und trotzdem nicht perfekt zum eigenen Hund passen. Natürlich bedeutet eben nicht automatisch bedarfsdeckend. Genau deshalb lohnt es sich, die Ernährung nicht nur nach Werbeversprechen oder Empfehlungen anderer Hundehalter auszuwählen.


Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe - notwendig oder Warnsignal?

Viele Nassfutter enthalten ernährungsphysiologische Zusatzstoffe. Dahinter verbergen sich meist synthetisch hergestellte Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie werden zugesetzt, weil durch die Verarbeitung natürliche Nährstoffe verloren gehen. Das bedeutet nicht automatisch, dass solche Zusatzstoffe grundsätzlich schlecht sind, aber trotzdem lohnt sich die Frage, warum sie überhaupt notwendig geworden sind.


Vergleich von synthetischen Zusatzstoffen und natürlichen Nährstoffquellen im Hundefutter

Nassfutter wird erhitzt, um es haltbar zu machen. Dabei verändern sich jedoch viele natürliche Nährstoffe, einige Vitamine sind hitzeempfindlich und gehen verloren. Das gilt zum Beispiel für B-Vitamine.


Was durch die Verarbeitung verloren geht, wird anschließend häufig durch synthetische Vitamine und Mineralstoffe ersetzt. Das erklärt auch, warum viele Futtersorten eine lange Liste sogenannter ernährungsphysiologischer Zusatzstoffe enthalten. Dabei stellt sich natürlich die Frage: Muss wirklich alles aus dem Labor kommen?

Nein! Fehlende beziehungsweise verloren gegangene Nährstoffe lassen sich auch über natürliche Zutaten ergänzen. B-Vitamine beispielsweise können über natürliche Quellen wie Buchweizenkeimpulver bereitgestellt werden. Auch andere Nährstoffe lassen sich über natürliche Ergänzungen zuführen, statt ausschließlich auf isolierte Einzelstoffe zurückzugreifen.


Je naturbelassener ein Futter aufgebaut ist, desto weniger künstliche Korrekturen sind in der Regel erforderlich. Gleichzeitig zeigt dieser Punkt aber auch, dass die Qualität eines Futters nicht allein daran beurteilt werden kann, ob Zusatzstoffe enthalten sind oder nicht. Entscheidend ist immer das Gesamtbild.


Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf die Anzahl der Zusatzstoffe zu schauen, sondern zu hinterfragen, warum sie zugesetzt wurden und ob es möglicherweise natürlichere Wege gegeben hätte, dieselben Nährstoffe bereitzustellen.


Zusammensetzung unter der Lupe

Schauen wir uns einmal ein typisches Beispiel an.


Ein Nassfutter wirbt mit einem Anteil von Muskelfleisch und Innereien von 69 % Rind. Klingt zunächst ziemlich gut.

Zusammensetzung eines Nassfutters mit Muskelfleisch, Pansen und Innereien

Die genaue Aufschlüsselung zeigt jedoch:

  • 54 % Muskelfleisch

  • 23 % Pansen

  • 15 % Herz

  • 8 % Leber


Bei einer 800 Gramm Dose setzt sich dieses Nassfutter wie folgt zusammen:

  • 298 g Muskelfleisch

  • 127 g Pansen

  • 82,8 g Herz

  • 44 g Leber


Es sind also insgesamt 253,8 g Pansen und Innereien enthalten. Das sind rund 46 % des tierischen Anteils. Für eine ausgewogene Fütterung wäre das deutlich zu viel.


Als Orientierung gelten:

  • maximal 20 Prozent Pansen

  • maximal 15 Prozent Innereien

  • Leber als Hauptanteil innerhalb der Innereien


Genau deshalb lohnt sich der Blick hinter die großen Zahlen auf der Vorderseite der Verpackung.


Fazit: Es kommt nicht auf die Dose an, sondern auf den Inhalt

Nassfutter kann eine gute und sinnvolle Fütterungsform sein. Es kann praktisch sein, gut akzeptiert werden und die Flüssigkeitsaufnahme unterstützen. Gleichzeitig lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn nicht jedes Nassfutter hält, was die Verpackung verspricht.


Die meisten Menschen wollen ihren Hund gesund ernähren. Sie scheitern nicht an mangelnder Motivation, sondern häufig an mangelnder Transparenz. Und genau deshalb ist Wissen so wertvoll. Je besser du verstehst, was im Napf landet, desto leichter kannst du gute Entscheidungen für deinen Hund treffen. Nicht, weil du jedes Detail auswendig lernen musst, sondern weil du Zusammenhänge erkennst und Werbung von tatsächlicher Qualität unterscheiden kannst.


Vielleicht nimmst du aus diesem Artikel nur eine einzige Sache mit:

Nicht die schönste Verpackung entscheidet darüber, ob ein Futter gut ist. Und auch nicht die lautesten Werbeversprechen. Entscheidend ist, was tatsächlich in der Dose steckt und ob es zu deinem Hund passt.


Am Ende geht es nicht darum, das perfekte Futter zu finden. Es geht darum, eine Ernährung zu finden, die deinem Hund gut tut. Und manchmal beginnt dieser Weg einfach damit, die Dose einmal umzudrehen und etwas genauer hinzuschauen.


Nassfutter Checkliste auf einen Blick

Bevor das nächste Futter im Einkaufswagen landet, lohnt sich ein kurzer Blick auf folgende Punkte:


  • Ist die Deklaration offen und verständlich?

  • Besteht der Hauptanteil aus hochwertigem Muskelfleisch?

  • Liegen Pansen und Innereien in einem sinnvollen Bereich?

  • Enthält das Futter möglichst wenig Zusatzstoffe?

  • Verträgt dein Hund das Futter wirklich gut?


Je natürlicher und nachvollziehbarer die Zutatenliste ist, desto besser. Oft verrät die Rückseite einer Dose deutlich mehr als die Werbeversprechen auf der Vorderseite.


In diesem Sinne: Dreh die Dose ruhig einmal um, bevor du sie öffnest. Dein Hund wird es dir vielleicht nicht sagen, aber möglicherweise merkt er den Unterschied.


Guten Appetit!


Bonus: Häufige Fragen zu Nassfutter

Ist Nassfutter besser als Trockenfutter?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind die Qualität der Zutaten, die Verarbeitung und die individuellen Bedürfnisse des Hundes. Ein hochwertiges Nassfutter kann mit wenigen gezielten Ergänzungen eine sehr gute Grundlage für die Ernährung eines Hundes sein.


Wie erkenne ich hochwertiges Nassfutter für Hunde?

Eine offene Deklaration, klar benannte Fleischbestandteile und möglichst wenige Zusatzstoffe sind gute Hinweise. Je besser nachvollziehbar ist, was tatsächlich in der Dose steckt, desto einfacher lässt sich die Qualität beurteilen.


Warum macht Nassfutter manchmal weichen Kot?

Häufig spielen hohe Anteile an Innereien, Bindegewebe oder schwer verdaulichen Bestandteilen eine Rolle. Auch die individuelle Verträglichkeit des Hundes und sein allgemeiner Gesundheitszustand sollten dabei berücksichtigt werden.


Enthält Nassfutter automatisch alle wichtigen Nährstoffe?

Nein. Nicht jedes Nassfutter ist automatisch bedarfsdeckend. Alter, Aktivität, Gesundheit und individuelle Besonderheiten des Hundes spielen bei der Versorgung ebenfalls eine wichtige Rolle. Nicht bedarfsdeckend bedeutet aber nicht unbedingt, dass eine Unterversorgung stattfindet. Häufig sind manche ernährungsphysiologische Zusatzstoffe in einer zu hohen Dosierung vorhanden und nicht nur ein Mangel ist ungesund, auch eine Überversorgung kann zu Problemen führen.


Kann die Ernährung das Verhalten meines Hundes beeinflussen?

Ja, durchaus. Ernährung ist zwar selten die alleinige Ursache für Verhaltensauffälligkeiten, kann aber Einfluss auf Energieversorgung, Stressverarbeitung, Belastbarkeit und Wohlbefinden haben. Deshalb lohnt es sich, Verhalten und Ernährung immer im Gesamtzusammenhang zu betrachten.


Sind ernährungsphysiologische Zusatzstoffe grundsätzlich schlecht?

Nein. Sie werden häufig eingesetzt, um Nährstoffverluste auszugleichen, die während der Verarbeitung entstehen. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste und die Frage, ob bestimmte Nährstoffe auch über natürliche Quellen bereitgestellt werden könnten.


Über die Autorin

Ich bin Ina Hellmann, Verhaltens und Ernährungsberaterin für Hunde in Weimar. In meiner Arbeit betrachte ich Hunde ganzheitlich, denn Ernährung, Gesundheit, Verhalten und Alltag lassen sich nicht voneinander trennen. Mein Ziel ist es, Hundebesitzern dabei zu helfen, ihren Hund besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden zu treffen.

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